Montag, 30. November 2009

Edward Sharpe and The Magnetic Zeros

Reichlich schräg, aber auf jeden Fall ein Hören/einen Blick wert sind auch Edward Sharpe and the Magentic Zeros. Bei youtube findet sich von denen zum Beispiel ein kurzer sympathischer Konzertmitschnitt,



aber auch eine genauso schräge wie aufwendige angelegte Endzeit-, Wüsten-, Sonstwas-Saga. Bis jetzt sind zwei Episoden erschienen, ingesamt sollen es zwölf werden.



The Avett Brothers: Tiny Desk Concert

Das hier ist jetzt auch schon wieder ein bisschen älter (vom 22. Juni), aber Zeit und Aktualität - besonders im Internet - sind bekanntlich relativ.

Freitag, 27. November 2009

And the "Joseph" goes to...

Ich bin wirklich nicht länger bereit, bei den immer wieder zu beobachtenden Manifestierungen des öffentlich-rechtlichen "Qualitätsjournalismus" an Einzel- oder sogar Zufälle zu glauben.
Die letzten ca. zwei Stunden vermeldete der Deutschlandfunk wiederkehrend in seinen "Nachrichten":



Da wird eine "Tatsache" verkündet, ja da wird sogar eine absichtliche Handlung unterstellt aufgrund von... Naja, aufgrund von Verdachtsmomenten, deren Stichhaltigkeit sich offenbar noch nichtmal bewiesen hat. Es ist die Arbeitsagentur, die das hier verkündet - nicht irgendein Sozialgericht oder eine sonstwie unabhängige Stelle.
Die angebliche und vom Deutschlandfunk völlig unkommentiert (oder auch nur annähernd kritisch hinterfagte) verkündete "Tatsache" wird einfach so und wiederholt versendet.

Und mal ganz abgesehen davon, ob die Meldung inclusive der ihrer (ziemlich infamen) Unterstellungen vielleicht sogar stimmt - oder eben auch nicht. Machen Sie sich mal den "Spaß" die Summe der Rückforderungen durch die Anzahl der Fälle zu dividieren:

!!!!!!!! 22,99 Euro !!!!!!!!!!

Super Meldung, lieber Deutschlandfunk! Sollte sich nicht schon ziemlich bald herausstellen, dass die entsprechenden Zahlen frei erfunden bzw. nur stark eingeschränkt geniessbar sind - lächerlich sind sie allemal.
Aber das ist ja auch egal, solange sie nur ordentlich "Stimmung" macht.

Samstag, 21. November 2009

Musikfernsehen: Hayes Carll - Trouble In Mind

Und wenn wir gerade schonmal dabei sind - Flynns Labelkollege Hayes Carll ist eigentlich eine ganz andere Baustelle (naja, okay, auch ein Kerl mit Gitarre...) aber zusammen mit seinem 2008er Album Trouble In Mind ebenfalls sträflich unterbewertet.

Crystal Beach Memories:


She Left Me For Jesus:

Einfach mal mitnehmen: Johnny Flynn - A Larum

In Ergänzung zum letzten Eintrag ist mir gerade aufgefallen, dass es von Johnny Flynn einige sehr schöne Videos zu seinem letzten Album A Larum bei youtube gibt.

The Box:


Tickle Me Pink:


Brown Trout Blues:


und Leftovers:



Wer jetzt also auf den Geschmack gekommen sein sollte oder noch auf der Suche nach einer guten CD ist - A Larum gibt's zur Zeit wirklich günstig.
Und besonders gute Menschen kaufen das ganze natürlich auf Vinyl (zur Zeit leider wesentlich teurer).

Donnerstag, 12. November 2009

Johnny Flynn and Laura Marling: "Travel Light"

Es geht auch anders! Deutschlandradio Kultur "Tonart - Rock"

Das der öffentlich-rechtliche Rundfunk es dann aber doch besser kann als dieses seltsame Funkloch namens "Rock-Zeit" bewies heute in den frühen Morgenstunden die sogar noch eine Stunde später beginnende Sendung "Tonart - Rock" auf dem Schwestersender Deutschlandradio Kultur. Hier hatte nicht nur die Musik wesentlich mehr Puls als beim DLF. Auch Moderator Uwe Wohlmacher bewies - besonders während seines live übertragenen Kampfes mit der zunächst weitgehend ausgefallenen Studiotechnik - erheblich stabilere Lebenszeichen.
Ein Radiomoderator, der wirklich moderiert und gleichberechtigt Rammstein, Marius Müller-Westernhagen und Mando Diao spielt? Das kann man sich wirklich anhören, allen technischen Widrigkeiten und der eigentlich unzumutbaren Sendezeit (2 bis 5 Uhr) zum trotz.

Deutschlandfunk Rock-Zeit - Wer da nicht schläft, ist selber schuld

Der altehrwürdige Deutschlandfunk hat die liebevolle Angewohnheit jedwede Musik die nicht nur der Einrahmung von Wortbeiträgen dient und auch Zuhörer unterhalb des Renteneintrittsalters noch interessieren könnte, in die Sendestunde zwischen ein und zwei Uhr nachts zu quetschen. Da regiert dann die wilde und aufregende Welt der populären Musik, die während des übrigen Programms Studienräte vielleicht zum Abschalten bringen könnte.
Jedenfalls tut sie das per Namen. In der Realität ist die "Rock-Zeit", so wie sie zum Beispiel in der vergangenen Nacht Günther Janssen präsentiert hat, eine der größten Zumutungen, die das Wort "Rock" seit seiner Entstehung hinnehmen musste. Das Programm "rockte" dermaßen, dass - verglichen mit den ätherischen Fahrstuhlklängen, die der Moderator sich aus den belanglosesten weltweit auffindbaren (Neu-)Veröffentlichungen zusammen gesammelt hatte - sogar schon das wirklich sehr entbehrliche Solowerk von Julian Casablancas und irgendwelche aus der hintersten Ecke des Schranks gekratzten Remix-Reste der Melvins für die gegen die Müdigkeit kämpfenden Zuhörer nach Rockmusik klangen. Und wenn man dann endgültig zu der Überzeugung gelangt war, nun seien die versendeten Langeweile und Eintönigkeit wirklich nicht mehr zu toppen, man sich innständig nach dem Licht am Ende des Tunnels sehnte, setzte Herr Janssen mit einem jede Hoffnung zermalmenenden "in meinen nächsten Sendungen bestimmt noch mehr daraus" nach.
Selten erschien mir das Umschalten zum Nachtprogramm eines der notorischen Schlager- und Oldiesender so verlockend wie in dieser Stunde. Wie sehr habe ich doch Bon Jovi immer unrecht getan!

P.S.: Und sollte bei den meisten Zuhörern der Schlaf am Ende dann doch gegen die "Rock-Zeit" gesiegt haben - Dank des vom Deutschlandfunk angebotenen dradio-Recorders können sich alle Interessierten jetzt auch bei Tageslicht langweilen.